Das Sprachpaten-Projekt:

 

Sowohl in der Arbeitswelt als auch in der Familienwelt sind in den letzten Jahrzehnten die Kontakte zwischen Jung und Alt seltener geworden. Veränderung der Familienstruktur sowie die längeren Ausbildungsphasen haben dazu geführt, dass auch der familiäre Einfluss von Verwandten auf das Kind abnimmt.

 

Die Modernisierung gefährdet somit durch das Auflösen von gewachsenen Strukturen insbesondere im Bereich der Familie die Generationenbeziehung.

 

Wichtig ist jedoch, die stabile und intensive Generationenbeziehung wieder als eine gesellschaftliche Ressource zu sehen. Kompetenzen, Wissen, Erfahrungen und Einstellungen sind zwischen den Generationen unterschiedlich verteilt. So verfügen ältere Menschen mehr über ein hohes Maß an Erfahrungswissen und Souveränität bei der Problemlösung.

 

Die Senioren könnten die Kinder bei dem schulischen Projekt mit viel Fürsorge und Aufmerksamkeit bedenken. Die älteren Menschen bekommen dadurch das Gefühl gebraucht zu werden. Dies verleiht ihrem Leben Sinn und ist eine große Motivation für die Senioren.

 

Die Kinder profitieren von der Gelassenheit, der Souveränität und vom dem großen Erfahrungsschatz der Senioren und erfahren weitere Aufmerksamkeit und Verständnis.

 

Auch in diesem Jahr fand ein Sprachpatentreffen am 25.01.2019 statt. Neben dem Erfahrungsaustausch standen vielfältige praktischen Anregungen zur Sprachförderung und das Zusammentragen von Erfahrungen in der eigenen Arbeit auf dem Programm.

 

Die Referentin, Frau Ursula Goeth, gab viele Anregungen und Tipps zu Spielen und Literatur.

 

In den Bornheimer Schulen sind derzeit ca. 20 – 25 Sprachpaten aktiv.